VfL wirft Sieg weg

Im ersten Relegationsspiel trat der VfL gestern in Buhlenberg an. Nach einem wechselvollen Spiel, das vor einer tollen Kulisse mit zwei aktiven Fanlagern stattfand, stand am Ende eine bittere 4:2 Niederlage.
Dabei begann alles recht verheißungsvoll. Bereits in der 9. Minute gelang Ricardo Ridder mit einem Schuss aus etwas fünfundzwanzig Metern, bei dem der Torwart der Gastgeber nicht besonders gut aussah, das 0:1. Fortan entwickelte sich ein verteiltes Spiel mit leichten Vorteilen für den Gast, ohne dass dabei aber zwingende Möglichkeiten erspielte wurden. In der 33. Minute jedoch trug der VfL einen tollen Angriff über die linke Seite vor, die Hereingabe nutzte Marcel Müller mit einem schönen Kopfball zum 0:2. Nun kontrollierten unsere Jungs die Begegnung vollkommen. Kurz vor dem Halbzeitpfiff aber nahm das Spiel eine total unvorhersehbare Wendung. Zunächst setzte Marcel Müller einen Ball aus kurzer Entfernung an den linken Pfosten, in Gegenzug schlossen die Hausherren einen Angriff ab. Torwart Tobias Schenk schien den Ball sicher zu haben, doch dann entglitt ihm das Leder und die SG konnte zum Anschlusstreffer einschießen. Bereits eine Minute später gelang dem Gastgeber nach einem erneuten krassen Abwehrfehler der Ausgleich. Damit war das Spiel komplett auf den Kopf gestellt. In der zweiten Hälfte merkte man unserem Team die Verunsicherung an. Beide Teams zeigten, dass man nun etwas zu verlieren hatte, und so agierte man nicht mehr mit vollem Risiko. In der 75. Minute dann aber der erneute Rückschlag für den VfL. Nach einem Eckball sprang Christoph Alt der Ball an den Oberarm und der Schiri pfiff Elfmeter. Cedric Nikodemus ließ sich diese Chance nicht nehmen und brachte seine Farben zum ersten Mal in Front. Der VfL spielte nun verstärkt nach vorne und erarbeitete sich auch durch Enes Softic und Daniel Ingenhaag zwei sehr gute Möglichkeiten, die der Torwart der SG aber toll entschärfte. Als nach einem erneuten Fehler unserer Abwehr Jan Baron den Ball zum 4:2 ins verwaiste Tor schießen konnte, war die Begegnung endgültig entschieden. Zehn Minuten später pfiff Schiedsrichter Florian Stahl, der nicht immer auf beiden Seiten das gleiche Strafmaß fand, das Spiel ab.
Fazit: Der VfL hatte die Begegnung zunächst gut im Griff, machte dann aber zu viele Fehler und brachte so die Hausherren wieder ins Spiel. So verlor man am Ende ein Spiel vollkommen unnötig, wie nach den Leistungen der zweiten Hälfte aber auch ebenso verdient. Nun gilt es am Samstag im Rückspiel einen Sieg einzufahren, um ein drittes Entscheidungsspiel auf dem Kirner Loh zu erreichen.