Ausgeträumt

Ein Sieg musste her, um ein Entscheidungsspiel am kommenden Mittwoch zu erreichen. Mit viel Optimismus nahmen Anhänger und Zuschauer beider Seiten das Spiel in Angriff. Bereits in der ersten Minute ergab sich dann für den VfL die Mega-Chance zur Führung, aber man brachte den Ball trotz mehrfacher Versuche nicht über die Linie. Danach entwickelte sich die Begegnung wie erwartet. Buhlenberg stand mit kompakten Abwehrreihen tief, verteidigte leidenschaftlich und konsequent und versuchte, mit langen Bällen auf die schnellen Stürmer zu Chancen zu kommen. Der VfL stand zunächst in der Abwehr ordentlich. Im Angriff aber tat man sich äußerst schwer. Nur selten gelang es, sich vernünftig nach vorne zu kombinieren. Meist versuchte man, mit Chipbällen hinter die Verteidigung der Gäste zu gelangen, was bei der aufmerksamen und kompromisslosen Abwehr kaum gelang. Kurz vor der Pause erarbeitete sich der SV Buhlenberg drei gute Kontermöglichkeiten, die zum Glück aber alle vergeben wurden. Direkt nach Wiederanpfiff verwerteten die Gäste jedoch einen weiteren Konter zur Führung. (48.) Drei Minuten später dann aber die tolle Chance zum Ausgleich. Steven Zuckowski setzte sich gut auf halbrechts durch und hob den Ball über den herauseilenden Torwart. Der Ball setzte auf und sprang zum Entsetzen der Simmertaler knapp über die Torlatte. Die weitere Geschichte des Spiels ist schnell erzählt. Der VfL rannte unermüdlich an, es fehlten aber die spielerischen Mittel, um die Gäste wirklich in Bedrängnis zu bringen. Mit dem Abpfiff erzielte der SV dann noch das 0:2, das aber nicht mehr ins Gewicht fiel.
Fazit: Der VfL verspielte schon im Hinspiel den Aufstieg. In der zweiten Begegnung fehlten dann einfach die Mittel, um die hervorragend gestaffelte Abwehr des SV zu überwinden. So siegte Buhlenberg auch im Rückspiel und steigt verdient in die Bezirksliga auf. Zu erwähnen bleibt aber auch, was nach der Begegnung passierte. Beide Fanlager, die ihre Elf zuvor toll unterstützt hatten, zollten der eigenen Mannschaft als auch dem Gegner Respekt. Zuschauer wie Spieler des VfL gratulierten dem SV anerkennend zum Sieg und gemeinsam feierte man danach die gute Saison beider Teams. Auch sollte das hervorragende Gespann um Schiedsrichter Oliver Götte, das das Spiel souverän leitete, nicht unerwähnt bleiben. So sollte Amateurfußball immer sein.
Die Redaktion bedankt sich nun im Namen aller Fans für die trotz des nicht erreichten Aufstiegs gelungene Saison und hofft im nächsten Jahr auf ein Neues.